Home   China Ralf Bürger - 04.Jul.2013    
   
 

China

In den chinesischen Großstädten Shanghai und Nanjing geht es den Hunden und Katzen offensichtlich genauso gut wie in Europa - nicht so gut, wie in Deutschland, aber besser als in Rumänien. Und gegessen werden sie dort auch nicht!

 
 
 

Dienstreise

 
 

Auf unserer Website hat sich leider ein paar Wochen nichts getan, weil unser Webadmin (das bin ich ;-) wieder beruflich in China war, genauer gesagt in Shanghai und Nanjing. Nanjing liegt etwa 300km von Shanghai entfernt, ist die alte Hauptstadt von China, und ist per Hochgeschwindigkeitszug einfach zu erreichen.

 
 

Während die Innenstadt von Shanghai mit ihren geschätzten 10 Mio. Einwohnern einer westlichen Weltstadt gleicht (diese allerdings durchaus in vielerlei Hinsicht übertrifft), finden sich in den Außenbezirken, mit denen Shanghai etwa 23 Mio. Einwohner zählt, natürlich auch Bereiche, die etwas anders aussehen.

Da ich beruflich dort war, habe ich mich im Wesentlichen in einem Industriegebiet außerhalb der schönen Glitzerwelt aufgehalten. Genauso in Nanjing: dort war ich in einem Technopark außerhalb der Stadt. Aber natürlich habe ich auch abends mal einen Abstecher in das phantastische Zentrum Shanghais unternommen. Dort wachsen die Wolkenkratzer gerade über die 600m-Marke, während die alte Fassade aus der französischen Kolonialzeit schön erhalten wird.

das phantastische Zentrum Shanghais

 
 
 

Was habe ich gesehen?

 
 

Natürlich habe ich auch immer einen Blick auf die Tiere geworfen. Ich freue mich, berichten zu können, dass in den Städten genauso die Pudel an der Leine geführt werden, wie bei uns auch. Als ich morgens um 7 Uhr am Hauptbahnhof von Shanghai stand, der am Rand der Stadt liegt, sah ich auch einen Chinesen mit seinem Hund joggen. Ich habe durchweg kleinere Pudel-Mischlingshunde gesehen, keine großen Hunde, und auch keine Kampfhunde!

 
 
 

chinesisches Industriegebiet

Die Arbeitslosigkeit liegt bei offiziellen 4 Prozent und mein Eindruck ist, dass es eher noch weniger sind, denn man sieht keine Bettler, keine Obdachlosen und es lungert auch sonst niemand auf der Straße rum. Alle sind fleißig und arbeiten so, wie sie können.

In den Industriegebieten finden sich natürlich auch Brachflächen, die dann von Ärmeren genutzt werden, um beispielsweise Gemüse anzubauen. Diese Leute bauen sich dann dort Hütten und verkaufen ihre Produkte auf einfachen Straßenmärkten in dem Industriegebiet an die dort arbeitenden Menschen.

Bei den Hütten sieht man dann auch Hunde, Katzen, Enten und Gänse. An der Hütte auf dem Foto bin ich auf dem Weg von der Metrostation (Shanghai hat ein 500km großes U-Bahn-Netz!) zum Industriegebiet fast täglich vorbeigekommen, und ich habe dort verschiedenste Tiere friedlich zusammen gesehen, und alle waren gut genährt.

 
 
 

Die hygienischen Bedingungen sind dort natürlich nicht wie in der Stadt, und auf den Straßenmärkten sieht man auch schon mal vereinzelt streunende Hunde, aber alle sahen gut aus! Ich habe auf dem Straßenmarkt in der Nähe der Firma beim Mittagsspaziergang auch einen Hund wiedergesehen, den ich dort bereits vor einem halben Jahr gesehen habe. Die Situation ist kein Vergleich zu Rumänien, wo sich tausende von Straßenhunden regelrecht zu Banden zusammenrotten - und die Hunde dort sind groooß! Dort werden die Hunde hinter der Firma gefüttert, damit die Mitarbeiter vorne raus können, ohne Angst vor den Hunden haben zu müssen! Dieses Problem gibt es in China offensichtlich nicht!

Mir war einmal aufgefallen, dass eine chinesische Mitarbeiterin auf dem Desktop ihres großen Computermonitors ein witziges Foto von einer verschmitzt grinsenden Katze hatte. Eine meiner englisch sprechenden chinesischen Ansprechpartnerinnen hatte mir auf Nachfrage übersetzt, dass es wirklich ein Foto ihrer eigenen Katze sei, die sie über alles liebe! Sie zeigte mir dann sofort noch weitere Fotos.

 
 
 

Kater

Am Fuß des höchsten Gebäudes Shanghais, dem fast 500m hohen Shanghai World Financial Center, sah ich einen weißen Kater. Jetzt muss man wissen, dass dort auch ein Luxushotel mit einer großen Vorfahrt ist, auf der ständig fette Karossen mit ihren Fahrern daneben stehen.

Der Kater spazierte in aller Ruhe quer über die Auffahrt und ich dachte nur: "Hey, der ist aber cool!" Dann markierte der doch glatt eine der Luxuskarren am Rad! Da dachte ich nur: "Na, der ist aber mal richtig cool!" Der Chauffeur sah das auch, und ich dachte nur: "Na, wenn das jetzt mal nicht zu cool war!" Der Chauffeur lächelte, und das war alles! Der Kater spazierte in aller Ruhe entlang der kleine Wiese vor dem 100-Etagen-Gebäude davon.

SWFC

 
 
 

Was habe ich gehört?

 
 

Ein Chinese erzählte mir in der Kantine, dass es in seiner Siedlung gerade viele Katzenbabys gibt, die von den Leuten eingesammelt und mit nach Hause genommen werden. Dort haben sie es gut, aber wenn sie groß sind, dann "wird ihnen die Freiheit geschenkt". Wie die sich dann selbst ernähren und wie lange sie dort überleben, ist eine andere Frage. Und kastriert werden sie auch nicht. Damit ähnelt die Situation in etwa der in Spanien oder auf manchen deutschen Bauernhöfen.

Aber alle, die ich darauf angesprochen habe, versicherten mir, dass sie keine Hunde und Katzen essen, und auch niemanden kennen, der das tut - sie konnten gar nicht verstehen, warum ich das überhaupt frage. Sie haben allerdings gesagt, dass die armen Bauern im chinesischen Hinterland durchaus alle Arten von Tieren essen. Einige Expatriates haben mir erzählt, dass es in Shanghai wenige spezielle Restaurants gibt, in denen man alles essen kann, bis hin zu lebenden Skorpionen. Aber Verrücktes gibt es in jeder Großstadt auf dieser Welt!

 
 
 

Mehr Infos und Fotos?

 
 

Bei Interesse finden Sie mehr Infos und Fotos zu meiner kurzen Chinareise auf der Reise-Seite meiner Homepage.