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Club der felinen Notfelle

 
 

12.Nov.2018: Update!

Unser Garten muss höher eingenetzt werden, weil Katzen nun mal gut klettern kann. Volker hat sich großartig ehrenamtlich engagiert und das ganze Wochenende gebastelt. Ergebnis: Der Garten ist sehr viel sicherer als vorher. Der Zaun ist jetzt 3m hoch und die letzten 60cm sind nach innen abgebogen.

Super gemacht! Danke Volker!

Garten 

 
 

 
 

Irgendwann gibt es in der Tier-Vermittlung den Punkt, dass eine Katze sich einfach nicht mehr vermitteln lässt, weil sie entweder zu alt und zu krank ist oder ein schweres Trauma das Verhalten derart beeinflusst, dass es von Adoptanten nicht zu leisten ist. So hat sich hier im Laufe der letzten eineinhalb Jahre eine Gruppe von Katzen "angesammelt", die man als schwer vermittelbar bezeichnen kann. Nicht aussichtslos, aber eben sehr schwierig, weil doch sehr konkrete Bedingungen gestellt werden.

Nachfolgend werden die Kandidaten vorgestellt, für die wir den CLUB DER FELINEN NOTFELLE gegründet haben. Was unterscheidet diese Katzen von den Pflegekatzen? Nun, alles ist auf Langfristigkeit ausgelegt. Sie müssen miteinander klarkommen, denn sie leben gemeinsam in einem Raum bei Nacht, und bei Tage in einem eigenen abgesteckten Gehege, wo sie frei rein und raus gehen können.

Zwei Herausforderungen galt es zu bewältigen:
 - die extrem unterschiedlichen Katzen aneinander zu gewöhnen
 - den liebevoll gepflegten Garten mit einem hässlichen Zaun quer über die Wiese zu unterteilen. Sorry ... und vielen Dank für die Hilfe an Uwe und Silke!

Step by step wurden die vom Alter und vom Temperament sehr unterschiedlichen Katzen zusammengeführt, damit sie genug Zeit haben, sich miteinander zu arrangieren. Diese erste und wichtige Hürde der Zusammenführung ist bereits geschafft und jeder hat seinen Platz in der Gruppe gefunden.

Für diese Kandidaten vergeben wir Patenschaften und es wäre doch eine tolle Sache, einem dieser Notfellchen zu helfen. Das ist an erster Stelle eine regelmäßige Geldspende als Obolus zu den laufenden Kosten, aber auch Sachspenden wie Futter, Leckerchen, Spielzeug oder ein Kissen.

Garten 

 
 
 

Das sind die Clubmitglieder:

 
 
 

1. AURA, die taube Perserin

Seit November 2017 war die hübsche weisse fünfjährige Perserin mit den wasserblauen Augen bei uns auf der Pflegestelle. Sie hat sich super in die Gruppe integriert, toll mit den Kitten gespielt, viel Quatsch gemacht und war immer unser Sonnenschein. Dann wurde sie Ende Januar 2018 vermittelt, aber schon nach neun Tagen kam sie zurück. Ein völlig überraschender Aggressionsanfall erschreckte die neuen Besitzer derart, dass sie Angst vor ihr bekamen und sofort die Katze zurückbrachten. Sodann kam AURA von Tierarzt zu Tierarzt, schließlich in die Klinik Duisburg-Asterlagen, wo wegen des Verdachts auf Hirntumor eine MRT des Kopfes und ein umfangreiches Blutbild gemacht wurden - alles negativ. Ein neues Zuhause bei einer erfahrenen Katzenliebhaberin wurde gefunden, aber auch dort kam es zu dem unerklärlichen, heftigen Aggressionsausbruch. Daher bleibt sie nun hier in der Gruppe, bis sich vielleicht doch nochmal ein erfahrener Katzenmensch meldet. AURA braucht Katzenkumpel und einen gesicherten Garten und ist so ganz Perser-untypisch im Verhalten: Sie hüpft über die Wiese und hat riesigen Spaß, wenn man sie einfangen möchte, denn sie kommt ja nicht auf Zuruf (sie ist ja taub). Ein weiteres Hobby ist die Waschmaschine zu beobachten, vielleicht als TV-Ersatz??? Sie ist gern auf dem Arm und man kann ganz toll mit ihr schmusen.
(s. auch AURA unter "Katzen")

 
 
  AURA  AURA  AURA   
 
  AURA   
 
 

2. TOBI - ehemals "Terror TOBI"

Er war früher eine echte Nervensäge und nicht kompatibel mit anderen Katzen, aber das hat er ganz abgelegt und ist nun sozial mit seinen Clubmitgliedern. Völlig unverständlich, dass dieser bildschöne lustige aktive junge Kater NULL!!! Anfragen bisher hat. Er ist heute unkompliziert, geht auf jeden Menschen zu, setzt sich an (auch schon mal auf) den Tisch und isst mit. Er ist immer gut gelaunt und in Interaktion mit seinen Menschen. TOBI ist 2015 geboren und nun schon über zwei Jahre hier. Er lernt schnell; er kann Kunststücke und will einfach nur gefallen. TOBI hat eine angeborene HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie) und benötigt ein Herzmittel, womit er aber sehr gut zurechtkommt und gut eingestellt ist. Und er hat hier in MANNI einen neuen Freund gefunden.
(s. auch TOBI unter "Katzen")

 
 
  TOBI  TOBI   
 
 

3. MANNI - liebenswert verrückt

MANNI ist blind, und da er als Straßenkater in Griechenland nicht überlebt hätte, kam er hierher. Kurze Zeit hatte er ein gutes Zuhause bei drei anderen blinden Katzen, aber die kamen mit seinem griechischen Temperament nicht klar. MANNI ist erst Nov.2017 geboren, also nicht mal ein Jahr alt. Er ist sehr sehr clever, super aktiv, immer in Bewegung, und rast und hüpft durch den Garten, dass man nicht glauben kann, er sei blind. MANNI ist eine fröhliche Type, kommt auf Menschen zu, schmust gern ... aber nur kurz, weil er immer beschäftigt ist. MANNI hängt sich an seinen neuen Kumpel TOBI und sie spielen gern MÄNNERKÄMPFE. Sie sind gleich stark vom Charakter und beide brauchen einen gesicherten Garten zum Austoben und erfahrene Katzenmenschen, die solche Kater zu handhaben wissen.
(s. auch MANNI unter "Katzen")

 
 
  MANNI  MANNI  MANNI   
 
 

 
 

HARRY - Nachruf

Der Himmel hat einen neuen Stern ... Der eigenwillige geduldige und wunderbare Grautiger HARRY ist für immer von uns gegangen. Mit 12 Jahren kam er im April 2017 zu uns. Die Eingewöhnung fiel ihm schwer, er litt sehr unter der Veränderung. HARRY konnte einem mit seinen riesigen traurigen Augen das Herz zum Schmelzen bringen. Der Versuch, für ihn noch ein gemütliches liebevolles Zuhause in Einzelhaltung zu finden, scheiterte im April 2018. Er wurde unsauber - obwohl alles dort optimal für ihn war und die Menschen wirklich herzensgut zu ihm waren. Danke hier noch einmal an das liebe Ehepaar Rauls...

Damit war klar, dass er aufgrund seiner schweren Vorerkrankung nicht mehr vermittelt wird; er sollte hier sein Gnadenbrot kriegen. HARRY kam somit zu AURA, MANNI und TOBI im neu gegründeten "Club der felinen Notfelle". Er genoss das Leben im Garten in der Sonne auf seinem Lieblingsplatz und fraß mit Vorliebe Felix Sensations. Er hatte hier seinen Platz gefunden.

In den letzten Tagen hatte er einen unnatürlich dicken Bauch bekommen, der ihm bereits große Schmerzen bereitete. Am 31.Aug.2018 stand deshalb der Besuch beim Tierarzt an. Wir wussten beide, dass dies wohl ein Abschied für immer werden würde. Er ging noch einmal in den Garten (s. Foto), legte sich auf seinen Lieblingsplatz auf der Mauer, wir schmusten eine Runde und es gab eine große Portion Felix, keine Medis, keine Zwangsfütterung mehr. Die Tierärztin stellte die erwartete Diagnose: Tumor im Bauchraum mit viel Flüssigkeitseinlagerung. Und so gab es keine andere Wahl, als ihn von seinem Leid zu erlösen.

HARRY bleibt bei uns, er hat seinen Platz im Garten bekommen, und in meinem Herzen bleibt er sowieso.
Karin

 
 
  HARRY